martin krusches [flame] spielzeug: feedback #8


Michael Toson ist bei Magna Steyr im Bereich Kundendienst tätig. Nicht der einzige Anlaß, sich mit den Kreationen aus dem Hause zu befassen. Von ihm stammt ein sehr spezieller Ausschneidebogen.

Es ist der "Concept Mila" von Magna, ein Prototyp, mit dem in der Nähe des einstigen Puch-Werkes gezeigt werden sollte, was im Haus geleistet werden kann. Vom Entwurf zum fahrtauglichen Automobil in kürzester Zeit.

Das sind natürlich keine Spielereien. Ich hab die gut abgeschottete Werkstatt, in der bei Magna Prototypen entstehen, besuchen dürfen.

Dort sah ich bei der Gelegenheit übrigens erstmals jenes Z4 Coupé live, das im vorigen Eintrag gezeigt wurde. Ich hab mir damals Fragen danach erspart, denn es schien dort alles nicht gerade geheimdienstmäßig, aber doch irgendwie von Diskretion belegt.

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Aus der Sicht des Laien hat so ein Prototyp durchaus das Flair eines 1:1-Spielzeuges. Überdies eines, das man nicht kaufen kann, ferner eines, das sich wirklich spielerisch fährt und dabei erheblich Spaß macht.

Die Ingenieure, Werkmeister und anderen Fachkräfte, von denen der Mila aufgestellt wurde, sehen das vermutlich nicht so, würden den Querverweis zum Spielzeug wahrscheinlich zurückweisen.

Dieser Blick in den Rückspiegel besagt, daß ich Gelegenheit hatte, den Mila zu fahren: [link] Deshalb darf ich behaupten: Ja, er ist zumindest würdig, mit Respekt auf dieser Spielzeug-Leiste gefeatured zu werden.

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Aber zurück zu Michael Toson. Ich hab versucht, ihn zu erreichen, was geklappt hat. Dabei fand ich schnell heraus, daß er noch weitere rare Stücke in Papier erarbeitet hat. Er sandte mir einen kleinen Überblick.

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[GROSSE ANSICHT]

Ich sehe in der hinteren Reihe (von links) einen Mila, einen X-Bow von KTM, einen Puch G, noch einen X-Bow und einen Pinzgauer 716 M, den fulminanten Dreiachser von Steyr Puch in der zweiten Generation.

In der Mitte thront ein Fiat X1/9. Vorne sehe ich von links den "Alpin-Mila", ein Concept Car, das den legendären Haflinger von Steyr Puch zitiert, den 1er-Mila und den 2er-Mila (der allerdings nicht gebaut wurde). Rechts noch einmal ein X1/9. (Man denke an Bertone Torino!)

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Bei der Gelegenheit sei noch ein anderer Mann von Magna Steyr erwähnt. Werner Musil war so freundlich, mich mit einem der sexiest Roadster der Automobilgeschichte auszuführen.

Es ist eine Mischung aus Verspieltheit und Tapferkeit, die bei diesem Auto hilft, die Ruhe zu bewahren, wenn man im Tiefflug eine Strecke macht. Dieses Auto besteht eigentlich nur aus Motor und Tank mit zwei draufgeschraubten Sitzen. Ich hab mich bei diesem Ausflug gefreut wie ein kleines Kind. Die Sache paßt also zum Thema. Immerhin besitze ich ja auch so einen Jaguar E-Type, allerdings nur im Maßstab 1:18. Er steht zur Zeit im Gleisdorfer Museum in der Ausstellung: [link]

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Dort steht außerdem dieser hinreißende Lotus Europa aus dem Besitz von Kulturreferent Hannes Felgitsch. "Matchbox" Series #5, auf der Bodenplatte schon mit dem Schriftzug "SUPERFAST" versehen, was auf den Konkurrenzdruck von Mattel schließen läßt. Doch da sind auch noch zwei Plastikstifte an der Unterseite. Diese werden in jene Spiralfeder eingehakt, die normal in den Nuten der Fahrbahn liegt und sich drehen. (Links hinten sieht man ein Stück davon.) Gar so schnell kann die Fuhre auf dem "Matchbox" Motorway also nicht gewesen sein.

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